Startseite | Infomaterial | Statements PT | Ausbildung | Kontakt | Impressum | Anmeldung

Die Kinder spielen gerne verstecken. Sie möchten, dass die Erwachsenen mit Ihnen Versteckspielen. Sie laufen von zuhause weg, verstecken sich in der Scheune, wenn die Erwachsenen nicht...
Sie stehlen etwas, wenn die Erwachsenen nicht freiwillig und bereitwillig mit ihnen Versteckspielen. Sie fangen an, ihr Gefühl zu verstecken, trotzig, beleidigt zu sein, sie finden ihr wahres Gefühl wieder, eines Tages gelingt es ihnen aber nicht mehr, das wahre, innere Gefühl ist weg. Das ist das Stadium des erwachsenen Kindes, ohne Intuition, nur mehr ein Schatten dessen, was war..


zurück nach
GedankenX

Verstecken Spielen

Ja, was ist mit dem Versteckspielen ?
Als Erwachsene trauern wir diesem gefühlvollen, lebendigem Zustand der frühen Kindheit nach, auch wenn diese Zeit mit viel Schmerz verbunden war. Wir sind auf der Suche nach uns selbst, dabei, dieses versteckte ICH ausfindig zu machen.

Um dahin zu kommen, bedarf es anderer Menschen. Wir möchten entdeckt werden in Wirklichkeit, auch wenn wir uns gegen die Nähe anderer Menschen wehren. Oder so tun als ob wir die anderen als fremde Eindringlinge betrachten. Wir möchten, dass sie trotz unserer Abwehrmaßnahmen zu uns durchdringen, da wo unser eigentliches ICH, wo das Gefühl ist.

Wenn uns da jemand entdeckt, sich von unserem Wehren nicht beeindrucken lässt, brechen wir unweigerlich in Tränen aus, ein tiefer Schmerz bricht durch, Jahre / Jahrzehnte in einem Versteck gelebt zu haben, von einem selbst verleugnet. Zu diesem Erlebnis vorzudringen mag lange dauern, es liegt aber immer auf dem Weg... tief im Inneren haben wir immer gehofft, dass da jemand auftaucht, der einen wirklich sieht, der einen wahrnimmt, der einen da rausholt. Ja, warum spielen Kinder so gerne Verstecken!?

In einem weitergehenden Sinne hängt wohl dieses Versteck Spielen mit unserer spirituellen Suche nach Gott, unserem Ursprung zusammen. In der indischen spirituellen Sphäre wird dieses Art Versteckspiel als <Leela>, das Spiel der göttlichen Ordnung, bezeichnet, im Alten Testament finden wir die Geschichte von Elias, von seiner Gottsuche: <… Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln….>
Die Geschichte mit Elias deutet an, dass auf einer feinen inneren Ebene eine Begegnung mit Gott geschehen kann, das Verstecken für Momente wenigstens ein Ende hat.