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Aus: Lebenshilfe aus der Wüste |
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Ein Bruder fragte einen Altvater:“Wie kommt es, obwohl ich stets um Tränen bitte, da ich höre, dass die Alten weinten, kommen mir dennoch keine Tränen und meine Seele betrübt sich nicht?“ Der Greis antwortete ihm: „Die Kinder Israels kamen erst nach 40 Jahren in das Land der Verheißung. Die Tränen sind wie das Land der Verheißung: wenn du dorthin gelangen willst, dann darfst du keinen Kampf scheuen; denn der Herr will, dass die Seele betrübt sei, damit sie sich ständig danach sehne, in dieses Land einzugehen!“ |
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Ein Bruder fragte einen Altvater:“Wie kommt es, obwohl ich stets um Tränen bitte, da ich höre, dass die Alten weinten, kommen mir dennoch keine Tränen und meine Seele betrübt sich nicht?“ Der Greis antwortete ihm: „Die Kinder Israels kamen erst nach 40 Jahren in das Land der Verheißung. Die Tränen sind wie das Land der Verheißung: wenn du dorthin gelangen willst, dann darfst du keinen Kampf scheuen; denn der Herr will, dass die Seele betrübt sei, damit sie sich ständig danach sehne, in dieses Land einzugehen!“ Man erzählte von Abbas Arsenios: Sein ganzes Leben hatte er, wenn er bei seiner Handarbeit saß, ein Tuch auf seinem Schoss wegen der Tränen, die ihm aus den Augen flossen. Als der Altvater Poimen von seinem Hinscheiden hörte, sagte er unter Tränen: „Selig bist du, Altvater Arsenios, weil du über dich in dieser Welt geweint hast. Wer nicht hier über sich weint, der wird dort ewig weinen. Ob wir es hier freiwillig tun oder dort wegen der Qualen, es ist unmöglich, nicht zu weinen. Ein Bruder fragte den Abbas Poimen: „Was fange ich mit meinen Sünden an?“ Der Greis sagte:“Wer sich von seinen Sünden reinigen will, der reinigt sich durch Beweinen. Und wer Tugenden erwerben will, der erwirbt sie durch Beweinen. Denn das Weinen ist der Weg, den uns die Schrift überliefert hat und auch unsere Väter, indem sie sagten: Weinet! (vergleiche LK 6,21,23,28). Einen anderen Weg als diesen gibt es nicht!“ Abbas Joseph erzählte, dass der Abbas Isaak gesagt hat: „Ich saß einmal beim Altvater Poimen und sah, wie er in Verzückung geriet. Nachdem ich sehr vertraut mit ihm war, warf ich mich ihm zu Füßen und bat ihn: „Sag mir, wo warst du?“ Gezwungen sagte er zu mir: „Mein Denken war da, wo die heilige Gottesgebärerin Maria stand und vor dem Kreuz des Erlösers weinte, und ich wollte allezeit so weinen.“ |
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