Tränen in der
Öffentlichkeit

Aus Primärtherapie Psychotherapie-Forum: Ich muss es euch einfach doch noch erzählen...
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Ich bin wieder total verliebt (in wen wohl...). Der J. hatte am Wochenende seinen 30. Geburtstag. Ich habe das Lied "Liebe ohne Leiden" für ihn umgedichtet, weil ich dachte, der Refrain passt ja so gut zu uns. Beim Vortragen bin ich aber (erwarteter Weise) drausgekommen - ich hab’s dann noch einmal gesungen... Aber beim zweiten Anlauf konnte ich auch nur den ersten Vers vortragen, weil ich dann anfangen musste zu weinen. Vor komplettem Publikum - aber ich war halt so gerührt und verliebt in ihn, wie er da so vor mir stand... Seine Schwestern haben mitgeholfen zu singen und die mussten dann auch anfangen zu weinen. Es war ganz still im ganzen Raum (circa 30-40 Gäste).

Hinterher sind voll viele zu mir gekommen und haben gemeint, dass sie mich total mutig fanden (ich kann nämlich überhaupt nicht singen) und dass sie total berührt waren. Na ja, ich hab da während dem Singen und direkt hinterher nicht soviel mitgekriegt (bei der Stille dachte ich kurz, es war so schräg, dass alle ruhig sind), aber der J. hat es mir eben hinterher erzählt... Es war ganz aufregend - und das schönste: ich hab mich irgendwie schon geniert, aber nicht geschämt für mich und meinen "Auftritt". Konnte auch die Tränen kommen lassen - war irgendwie ein gutes Gefühl.

Ich glaube, das beschreibt am besten, was die PT mir "gebracht" hat. War das Gefühl, in dem Moment einfach ganz da zu sein. Hab mich da ganz gespürt mit meinen Sehnsüchten und Gefühlen und Bedenken..

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